Alpine Touren

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Der Aufbruch bei sternenklarer Nacht, das Entstehen eines neuen Tages, der Aufstieg hin zur Sonne. Der Mensch gibt durch sein Kommen dieser Welt aus Firn und Fels ein neues Leben, eine neue Bestimmung                       Gaston Rebuffat

Früher Morgen, die ersten Sonnenstrahlen kriechen über die Bergspitzen und zeichnen lange Schatten auf den felsverblockten Weg. Das Gewicht von Bike und Rucksack lastet schwer auf den Schultern, doch mit jedem gewonnenen Höhenmeter wird die Aussicht besser und die Seele freier, bis der Gipfel erreicht ist... willkommen beim Bikebergsteigen!

Auch wenn es oft vergessen wird, so war für die frühen Alpinisten das Fahrrad ein selbstverständliches Transportmittel, um den Ausgangspunkt für ihre Träume zu erreichen, sei es die Matterhorn-Nordwand oder die Drei Zinnen. Dann kamen in den 1980ern mutige Schotten und Briten, und überquerten auf der Suche nach Abenteuern mit ihren schweren Trekkingrädern auf Fels und Eis den Alpenhauptkamm. In der Zwischenzeit ist das Fahrrad in den Bergen etwas in Verruf geraten, dabei ermöglicht es einem doch, einen ganzen Gebirgszug aus eigener Kraft zu queren, Berge wirklich vom Fuß bis zum Gipfel aus eigener Kraft zu erfahren und zu ersteigen.


Als jemand, der vom Bergsteigen zum Biken gekommen ist, fragte ich mich schon bei meinen ersten Biketouren rund um Innsbruck, ob man die heimatlichen Berge nicht auch mit dem Bike erklimmen konnte. Doch es fehlte an Mut, Fahrtechnik und Pioniergeist. Nach vielen klassischen Touren in den Alpen hat sich mein Fokus nun wieder dahin zurückverschoben, und mit besserer Fahrtechnik und einem Bike, das genau auf diese Bedürfnisse zugeschnitten ist, sind alpine Touren Wirklichkeit geworden.


Als die wahren Pioniere und Wegbereiter des Bikebergsteigens kann man ohne Zweifel die Vertrider rund um Christoph Malin bezeichnen, die schon vor mehr als 10 Jahren die Gipfel um Innsbruck mit den Bikes bestiegen, mit vielen spektakulären Erstbefahrungen die Gre
nzen des fahrtechnisch möglichen erweitert haben.


Bei all der Begeisterung für hohe Berge und herausfordernde Abfahrten darf man nicht vergessen, dass die Alpen ein sensibler Naturraum sind, und wir als Biker dort nur geduldet sind. Deshalb ist es selbstverständlich, dass bei allen alpinen Biketouren höchste Rücksicht auf Wege und Flora genommen wird, im Zweifelsfall abgestiegen und geschoben wird. Blockierende Reifen sind dabei tabu, genauso wie riskante Fahrmanöver oder gar Abkürzungen. Und selbstverständlich haben Bergsteiger und Wanderer Vorrang, und nach meiner Erfahrung ist bei gegenseitiger Rücksichtnahme das Konfliktpotential geringer als oft befürchtet. Fürs alpine Biken sei also auf den Vertrider Ehrenkodex verwiesen, und aus diesem Grund finden sich auch nicht zu all meinen Touren detaillierte Berichte, um die Bildung von Hotspots zu vermeiden.